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Manufutura – der Vergangenheit bewusst, der Gegenwart verpflichtet, der Zukunft zugewandt – 150 Jahre Lüttges

„Mit jugendlichem Pioniergeist gründeten die Brüder Gustav und Albert Lüttges am 15.11.1852 in Solingen ein Unternehmen, das sich von Beginn an primär im Dienste der Damenwelt gesehen hat. Produziert wurden anfangs neuartige Krinolinen (Krinoline: formgebender Unterrock mit Wespentaille), womit Lüttges schon zu damaligen Zeiten Einfluss auf den modischen Zeitgeist nahm.

In den folgenden Jahrzehnten kamen weitere innovative Ideen dazu. So zum Beispiel das „unzerbrechliche Korsettschloss“ mit der Reichspatentnummer 3428: Wo Muskelkraft der Ehemänner noch zum Schnüren der Wespentaille benötigt wurde, war das neue Verschlusssystem eine Revolution für das Miederkorsett.“

Mit diesen Aussagen beginnt die Festschrift zum Firmenjubiläum „150 Jahre Lüttges“. Und die Erfolgsgeschichte geht weiter: Expansion, Umzug ins Solinger Stadtzentrum, über 100 Mitarbeiterinnen (!) und Mitarbeiter um 1900, Ausbau der Produktionsanlagen durch eigene Drahtzieherei, Verzinkerei, Stahlgießerei mit angeschlossenem Walzwerk und nachfolgenden Bandhärteanlagen.

Die „Gebrüder Lüttges Stahl- und Messingwaaren-Fabrik“ entwickelte sich so bis in die 40er Jahre zu einem „modernen Unternehmen, das dem damaligen Fortschrittsgedanken von wirtschaftlicher Unabhängigkeit Rechnung trug. Regenschirmgestelle, Fahrradgabeln und natürlich immer die weiblichen Modetrends im Blick, eröffneten sich auch neue Märkte im Ausland.“

Dann die jähe Unterbrechung der Entwicklung: Durch die Bombenangriffe auf Solingen Anfang November 1944 wurde nahezu das gesamte Werk zerstört. Doch der ungebrochene Wille zum Weitermachen bei Mitarbeitern und Geschäftsführung brachte es fertig, dass Mitte 1945 die ersten Maschinen wieder anliefen; die Produktion fand teilweise noch im Freien statt.

Betriebsverlagerung nach Solingen-Wald, Modernisierung der Produktpalette, Erschließung von Kunststoff als neuem Werkstoff, Einführung der Produktmarke „DESIRA“ – Schwerpunkte des modernen „Nachkriegs-Lüttges“. Mitten im Wiederaufbau verstirbt 1951 Gustav Lüttges. Das Unternehmen wird von Ehefrau Lieselotte weiter geführt – der in der vierten Generation gleichzeitig letzten Namensträgerin – mit Unterstützung von Henk Dijkman senior, der das Unternehmen 1980 auch in ein neu erworbenes Fabrikgebäude an der Focher Straße führt, dem heutigen Standort.

Moderne Rahmenbedingungen ermöglichen hier die ständige Optimierung der Produktion sowie die Entwicklung neuer Ideen, die zu neuen Patenten führen. Neue Märkte werden erschlossen, Produkte aus verschiedensten Materialien finden in Wäsche- und Bademoden, in der Schuhindustrie, der Damenoberbekleidung und auch schwerpunktmäßig in orthopädischen Hilfsmitteln weltweit ihre Anwendung.

Das Bemühen, die Ansprüche unserer Kunden zu erfüllen, höchste Leistungsfähigkeit, Zukunftsdenken und Rentabilität gehören zum Grundprinzip der Unternehmenspolitik.

DESIRA von LÜTTGES – formvollendet funktional